Herzlich Willkommen!

Liebe Patientenbesitzer,

wir freuen uns, Sie auf unserer Homepage der Tierarztpraxis Dr. Pavenstädt & Dr. Bockholt begrüßen zu dürfen. Wir bieten unseren vierbeinigen Patienten eine zeitgemäße medizinische Versorgung in entspannter Atmosphäre. Die vertrauensvolle Betreuung Ihres Tieres sowie die individuelle Beratung von Ihnen stehen dabei für uns stets im Mittelpunkt.

Daher bitten wir Sie als Tierbesitzer, uns alle Fragen zu stellen, die Sie beschäftigen. Mit diesen Informationsseiten möchten wir Ihnen Wissenswertes über unsere Tierarztpraxis mitteilen. Wünsche oder Anregungen nehmen wir gerne entgegen, bitte sprechen Sie uns an.

Fortbildung wird bei uns “groß” geschrieben, damit wir immer auf dem neuesten Stand sind. Wenn der Fall es erfordert, ziehen wir Spezialisten und Kliniken zu Rate um Ihr Tier optimal zu versorgen.

Ihr Praxisteam Warendorf.

Aktuelles

Aktuelle Informationen zur DRUSE

Erkrankung beim Pferd

Atemwegserkrankungen beim Pferd häufen sich vermehrt bei hohem Besetzungsgrad im Stall,
während der kühleren Jahreszeit, und in Ställen mit viel Wechsel oder überdurchschnittlich hohem
Grad an Kontaktmöglichkeiten zwischen Pferden.
Ansteckende Atemwegserkrankungen breiten sich
schnell aus, und gehen ‚durch die Stallgasse‘. Am häufigsten findet man mehrere Pferde mit Fieber, aber auch evtl. mit Nasenausfluss und Husten.
Aus aktuellem Anlass möchten wir Sie hiermit über die hochansteckende Infektionskrankheit DRUSE
informieren und Ihnen einige Ratschläge zur Verhinderung der Weiterverbreitung mit an die Hand geben.

Allgemein

DRUSE wird durch Bakterien der Spezies
Streptococcus equi subspezies equi (Strep. equi equi) verursacht. Klinisch äußert sich die Infektion vor allem als eitrige Entzündung der Lymphknoten.
Vorrangig sind dabei die Lymphknoten im Kopfbereich, also die Kehlgangs-und
Rachenraumlymphknoten betroffen. Abhängig von der Lokalisierung der entzündeten Lymphknoten kann eine Vielfalt klinischer Symptome (s.u.) auftreten. Die Druse ist weder anzeige- noch meldepflichtig
, daher werden bei Ausbruch der Erkrankung in einem Bestand auch keine amtlichen
Maßnahmen zur Bekämpfung ergriffen.
Da es sich aber um einen hoch ansteckenden Erreger handelt ist ein koordiniertes Eingreifen im Sinne Aller.

Der Erreger

Strep. equi equi ist ein in der Umwelt nicht natürlich vorhandenes Bakterium, welches aber zwischen 4 Tagen (Erde) und 8 Wochen (Wasser) in der vom Ausscheider kontaminierten Umgebung überleben kann.
Die Verbreitung von Pferd zu Pferd ist vor allem durch den direkten Kontakt (v.a. Maul und Nase) oder über sogenannte Träger (Pflegepersonal, Gegenstände wie Wasserkübel, Futtertröge, Gebisse etc.) möglich.
Die individuelle Empfindlichkeit eines Pferdes für die Infektion ist sehr variabel. Faktoren, die die Infektion des einzelnen Tieres fördern oder erschweren können, sind der aktuelle Status des Immunsystems (Alter, andere Erkrankungen, aktuelle Impfungen, etc), die Zahl der Bakterien in der
Umgebung des Tieres sowie eine mögliche Immunität, die bei einem eventuellen vorherigen Kontakt mit dem Bakterium ausgebildet wurde.
Bei 2 -10 % der betroffenen Tiere eliminiert das Immunsystemden Erreger nicht gänzlich, sondern die Bakterie zieht sich in die Luftsäcke eines Pferdes zurück und wird von dort aus gelegentlich in
kleinen Mengen ausgeschieden. Sie nehmen im Bestand eine Reservoirfunktion ein, somit kann sich die Druse über diese Träger lange im Bestand manifestieren.
Neuankömmlinge im Bestand, deren spezifische Abwehr sehr niedrig ist, werden dann schnell infiziert.

Symptome

Nach einer Inkubationszeit von 3 bis 14 Tagen entwickeln sich klinische Symptome. Zu diesen gehören grünlich-gelber Nasenausfluss, Fieber (bis 40,0 -41,5°C),
Appetitlosigkeit, Schläfrigkeit, Husten und Schwellung der Lymphknoten im Kopfbereich (Unterkiefer, Ganaschen). Die Lymphknoten sind das Zielorgan der DRUSE- Bakterien und füllen sich als Reaktion auf den Kontakt
mit dem Erreger mit Eiter. Nach einer gewissen Zeit platzen die geschwollenen Lymphknoten auf und der Eiter entleert sich. Die Lymphknoten im Kehlgangs -
Bereich können sich jedoch auch in den Luftsack entleeren und einen eitrigen Nasenausfluss verursachen. Der Eiter und die über die Nase
ausgeschiedenen Sekrete sind sehr stark erregerhaltig, so dass die Krankheit in diesem Stadium schnell auf andere Pferde übertragen wird.

Variationen und Komplikationen

Die Lymphknoten können so vergrößert und schmerzhaft sein, dass der Kehl
kopf und die Luftröhre verengt werden und die Pferde an Atemnot leiden. Erkrankte Pferde halten oft Kopf und Hals gestreckt, um die luftführenden Atemwege zu entlasten. Pferde, die bei Ausbruch der Erkrankung in einem Bestand zuvor schon Erregerkontakt hatten und dabei eine (teilweise) Immunität ausgebildet haben, zeigen oft einen leichteren Verlauf mit Fieber und geringem
Nasenausfluss, ohne Abszesse der Lymphknoten zu entwickeln. Mit einer solchen
Verlaufsform kann der Erreger oft unerkannt in neue Bestände eingeschleppt werden
oder aber Neueinsteller oder Neuankömmlinge im Bestand infizieren (Siehe auch ‚Träger‘).In wenigen Fällen besiedeln die DRUSE -Bakterien auch Brust- und
-Bauchhöhle oder Gehirn, woraus entsprechende Komplikationen resultieren. Diese
Erkrankungen werden als „metastatische DRUSE“ bezeichnet und können zum Tod des erkrankten Tieres führen. Die DRUSE-Bakterien verursachen in wenigen Fällen durch eine Immunkomplexreaktion im Pferdekörper auch die sogenannte
Blutfleckenkrankheit (Morbus maculosus), welche durch Schwellungen an Kopf und Beinen sowie Kreislaufstörungen mit Todesfällen gekennzeichnet ist.

Übertragung und Empfindlichkeit

Hohe Ansteckungsgefahr besteht bei Pferdetransporten und bei Zusammenkünften von Pferden aus verschiedenen Ställen (Turnieren), sowie bei der gemeinsamen Nutzung von Futtertrögen und Tränken. Pferde, die eine gewisse Immunität
gegenüber Strep. equi equi aufweisen oder mit einem weniger krankmachenden
Bakterienstamm infiziert werden, können einen milderen Krankheitsverlauf zeigen. Eine altersbedingte Immunität wird häufig beobachtet und ist auf bereits
erfolgten Kontakt mit dem Erreger zurückzuführen. Dies bedeutet auch, dass ältere Tiere, die niemals
Kontakt zu dem Bakterium hatten, genau so anfällig sind wie junge Tiere. Inzwischen wissen wir auch, dass die Immunität im Laufe der Zeit, allerdings über Jahre hinweg, abnimmt.
In offenen Pferdebeständen mit Pferden verschiedener Altersklassen bleibt durch eine Gruppenimmunität bei einem Druse-Ausbruch die Erkrankungmeistens auf wenige Tiere beschränkt.

In geschlossen Betrieben (kein Turnierbetrieb, kein An-und Verkauf von Pferden) entwickeln die Pferde in der Regel keine Immunität, da es nur selten zum Kontakt mit dem Keim kommt. Damit sind bei einem Druse-Ausbruchdann meist viel mehr Tiere erkrankt.
Erschwerend kommt hinzu, dass an Druse erkrankte Tiere schon Bakterien ausscheiden, ehe klare klinische Symptome, wie zum Beispiel Abszesse, zu erheben sind. Schon 1 bis 2 Tage nach Beginn des
Fiebers kann eine Ausscheidung stattfinden.

Diagnose:

Die typischen klassischen Symptome, das Auftreten bei Fohlen und jungen Pferden sowie der meist
seuchenhafte Verlauf in Zuchtbeständen erlauben eine klinische Verdachtsdiagnose. Die bakteriologische Untersuchung
(Erregerkultur) mit PCR (direkter Erregernachweis) ist unerlässlich.
Hierfür sind Nasentupferproben oder Spülpproben aus den Nasengängen (10
-15cm vom äußeren Nasenloch) oder Eiter von Lymphknoten, der aseptisch entnommen wurde, geeignet.
Der PCR Nachweis und eine Serologie (Nachweis und Höhe von Antikörpern, ein sogenannter Titer) ist in Deutschland im Moment nicht möglich. Proben können jedoch zur Analytik an den Animal HealthTrust in Newmarket, Suffolk, UK, geschickt werden, die PCR und Serologie regulär anbieten

Behandlung

Die Behandlung der DRUSE ist nach wie vor umstritten. Allgemein anerkannt ist die Position, dass eine antibiotische Behandlung meist nicht gerechtfertigt ist, wenn das Tier klinisch nicht schwer erkrankt ist, die Atemwege nicht eingeengt sind und es
schon zur Abszess-Bildung gekommen ist.
Bereits bestehende Abszesse können aufgrund der Abszesskapsel durch das Antibiotikum nicht mehr erreicht werden.
Eine aggressive antibiotische Therapie mit Penicillin für 7-10Tage kann im frühen Stadium der Infektion (Fieberphase, noch keine Abszedierung der Lymphknoten) der Infektion und der Weiterverbreitung des Erregers entgegenwirken. Diese Tiere entwickeln dann allerdingsnur eine geringe Immunität.

Träger

Zwischen 1%-10% der vormals infizierten, erkrankten Pferde
werden chronische Träger und scheiden bis zu 36 Monate nach Ende der klinischen Symptome intermittierend Bakterien aus (Knottenbelt 2008). Der Träger-
Status ist dabei oft mit chronischen Entzündungen der oberen Atemwege, insbesondere der Luftsäcke, kombiniert(Brazil, 2005; Knottenbelt, 2008; Sweeney, et al. 2005).
Zu beachten ist, dass die betroffenen Träger keine oder nur geringe klinische Symptome zeigen, wodurch
sie leicht übersehen werden. Es ist davon auszugehen, dass bei der Hälfte der Ausbrüche mindestens ein Tier dauerhafter Keim-Träger wird (Knottenbelt, 2008).

Bekämpfung und Bestandssanierung

Die Bekämpfung der Druse beginnt mit der Diagnosestellung. Die Identifizierung der Träger ist absolut notwendig, um eine weitere Verbreitung zu unterbinden.
Die strikte Einhaltung von Hygiene-Protokollen und die konsequente Isolierung erkrankter Pferde und Ausscheider
sind fundamentale Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung!
Die Ausscheidung der Erreger endet nicht mit überstandener Erkrankung.
Bis zu drei Wochen über das Ende der klinischen Symptome hinaus werden Bakterien mit dem Nasensekret ausgeschieden. Im Einzelfall kann die Ausscheidung
aber auch bis zu 36 Monate nach Ende der Erkrankung erfolgen.
Dies ist bei den Tieren, die eine chronische Luftsackentzündung im Rahmen der DRUSE-Erkrankung entwickelt haben, der Fall. Kleine Mengen an DRUSE-Bakterien verbleiben im Luftsack ohne klinische
Symptome zu verursachen, werden jedoch intermittierend ausgeschieden und können so die Weiterverbreitungermöglichen. Nur die endoskopische Untersuchung der Luftsäcke kann diese sog. Carrier identifizieren.
Der aktuelle „Gold-Standard“, um Ausscheider zu identifizieren bzw. Tiere als „gesund“ zu klassifizieren, ist die wiederholte Durchführung einer bakteriologischen und PCR Untersuchung von Nasen-, Nasen-Rachen-und / oder Luftsack-Tupfern (Knottenbelt, 2008) dreimalig im wöchentlichen Abstand.
Die DRUSE-Bakterien lassen sich von den üblichen Desinfektionsmitteln sehr gut abtöten und werden in der Umgebung rasch von Bodenbakterien inaktiviert. Auf der Oberfläche von Gegenständen oder an nassen, feuchten Orten können sie allerdings einige Zeit überleben (unter experimentellen Bedingungen bis zu 48 Tage). Im Allgemeinen sollte eine Koppel für mindestens einen Monat nicht benutzt werden.

Prophylaxe:

Sollte ein Pferd in Ihrem Stall betroffen sein, können Sie helfen die Weiterverbreitung zu verhindern,
indem Sie sich wie folgt verhalten:
Versuchen Sie eine Quarantäne-Zone zu schaffen, indem Sie für das erkrankte
Pferd eine separate Box, eigenes Futter, extra Eimer etc. zu Verfügung stellen. Der Kontakt zu anderen Pferden sollte unbedingt vermieden werden (Trennwände). Vor der Box des infizierten Pferdes sollte eine Desinfektionswanne stehen, damit der Erreger nicht passiv (d.h. über Menschen, die die Box des Pferdes betreten haben) über den Hof verteilt wird. Zusätzlich sollten Kleidungswechsel und eine gründliche Hände-Desinfektion nach jedem Kontakt mit dem Pferd erfolgen. Da der Erreger über Wochen in der Außenwelt überleben kann, sind alle Gegenstände, die kontaminiert sein könnten, laufend zu desinfizieren. Zusätzlich sollte bei allen anderen Pferden im Stall täglich Fieber gemessen werden, um rechtzeitig weitere Erkrankungen zu erkennen und Isolations-und ggf. Behandlungsmaßnahmen zu ergreifen (s.o.).

Ein kommerziell erhältlicher DRUSE-Impfstoff ist verfügbar, der in die Innenseite
der Lippe gespritzt wird. Nach den Leitlinien zur Impfung von Pferden des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte e. V., kann diese Vakzine allerdings ausschließlich als Notfallmaßnahme zur Verringerung der klinischen Symptome bei
gesunden, akut infektionsgefährdeten Pferden im Einzelfall empfehlenswert sein. Die
prophylaktische Impfung nicht akut infektionsgefährdeter Tiere wird nicht empfohlen.

Das Wichtigste in Kürze:

-Bei Druse-Verdacht den Tierarzt verständigen, die Diagnose sichern (Kultur und PCR)

-Erkrankte Pferde unverzüglich isolieren: kein direkter
und indirekterKontakt zu anderen Pferden, Desinfektionsmatten und Einmalhandschuhe vor der Box bereitstellen

-Tägliche Temperaturkontrolle aller Pferde des Bestandes, bei Auftreten von Fieber Pferde isolieren und das weitere Vorgehen mit dem Tierarzt absprechen

-Betreuung gesunder und erkrankter Pferde durch verschiedene Personen; falls dies nicht
möglich ist, zuerst gesunde, dann erkrankte Pferde versorgen

-Wechsel der Kleidung und Händedesinfektion nach jedem Kontakt mit erkrankten Pferden

-Kein Zugang betriebsfremder Personen Hunden und Katzen
zu isolierten Stallbereichen

-Nur als „gesund“ getestete Pferde (s. o. ) in andere Bestände verbringen

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Flöhe bei Hunden und Katzen
Dieses Merkblatt dient als Vorinformation. Bei konkreten Fragen wenden Sie sich bitte an uns.
Kratzt sich der Hund oder die Katze ist es oft schon zu spät. Flöhe haben Einzug gehalten und machen unseren Haustieren und ihren Besitzern das Leben schwer. Es gibt zwar verschiedene Floharten, wie z.B. Hunde- und Katzenflöhe, ist der spezifische Wirt allerdings nicht vorhanden, weil er z.B. im Urlaub, verkauft oder einfach gerade im Nebenzimmer ist, geht der Floh auf einen beliebigen Wirt… z.B. den Menschen. Flöhe ernähren sich vom Blut und saugen mindestens einmal täglich. Dabei entstehen die charakteristischen Flohbisse, die wie kleine rote Pünktchen aussehen und jucken. Beim Menschen finden sich diese Veränderungen vorzugsweise an den Unterschenkeln. Bei den Haustieren befinden sich Flohbisse vor allem am Rücken, Kruppe und Bauchunterseite.
Da Flöhe einige Krankheiten beim Stechen übertragen können, ist eine Flohbekämpfung beim Haustier immer auch eine Vorsorgemaßnahme für die eigene, menschliche Gesundheit.
Das befruchtete Flohweibchen legt im Laufe seines Lebens mehrere Hundert Eier, die aus dem Fell der befallenen Tiere herausrieseln und so von diesem gleichmäßig in der Wohnung und im Garten verteilt werden. Aus diesen Eiern schlüpfen nach wenigen Tagen Larven, die sich vom Kot der erwachsenen Flöhe und von Hautschuppen ernähren. Sie entwickeln sich über mehrere Häutungen zu Puppen, die bis zu einem Jahr lang im Teppich und in Bodenritzen in Lauerstellung gehen, um auf ein warmblütiges Tier oder einen Menschen springen zu können. Bei einem Befall des Hundes oder der Katze ist daher auch immer ein Befall der Umgebung vorhanden. Nur der kleinste Teil der Flohpopulation (5%) besteht aus dem erwachsenen Floh auf dem Tier.

Müssen Flöhe bekämpft werden?
Flöhe gelten vor allem als „Lästlinge“ und Ursache für mehr oder weniger starken Juckreiz. Die allergischen Reaktionen auf Flohspeichel (Flohallergie) stellen die häufigste Allergie bei Hund und Katze dar. Nicht immer geht mit dem Flohbefall auch ein starkes Jucken einher. Manche Tiere ignorieren es auch ganz. Andere Tiere wiederum kratzen sich schon beim ersten Flohstich blutig.
Flöhe sind die Hauptübertragungsquelle für Bandwürmer (Dipylidium caninum), wenn sie beim Putzen versehentlich verschluckt werden. Vergessen wird oft, dass ein massiver Flohbefall gerade bei Welpen und geschwächten, kleinen Tieren einen ernstzunehmenden Blutverlust hervorrufen kann. Tritt bei diesen Tieren zusätzlich noch ein Befall mit blutsaugenden Darmparasiten auf, kann dies sogar zum Tode führen.

Der Nachweis von Flöhen
Flöhe sind ca. 1,5 – 3mm große, seitlich abgeflachte, bräunlich-schwarze Insekten. Zwischen den Haaren sind sie schnelle Läufer oder sonst auch große Springer. Wie gesagt können sie überall in der Wohnung vorkommen und nicht nur auf Ihrem Tier.
Der Floh hinterlässt im Fell Flohkot. Dieser kann am einfachsten mit einem speziellen Flohkamm entdeckt werden. Feuchtet man die Kotkrümel an, hinterlassen sie rötliche Verfärbungen, da der Flohkot unverdautes Blut enthält.

Die Bekämpfung von Flöhen
Wichtig bei der Flohbekämpfung! Die angewendeten Mittel sollen nur Flöhe töten, nicht aber Ihr Tier schädigen oder krank machen. Deshalb sind Puder und Sprays, die auf das Fell gebracht werden ungeeignet, denn sie werden abgeleckt, wenn das Tier sich putzt und können es vergiften. Des Weiteren gibt es in Tierhandlungen, Drogerien und Supermärkten diverse Sprays, Puder und Halsbänder, die so gut wie keine Flohabtötende Wirkung haben. Ihr Einsatz beruhigt zwar das Gewissen des Tierbesitzers, lässt die Flöhe aber in aller Regel fröhlich weiterleben
Sowohl Hunde, als auch Katzen entfloht man am einfachsten mit Spot-on-Präparaten durch einmaliges Auftropfen zwischen die Schulterblätter alle vier bis acht Wochen. Einige dieser Präparate besitzen ebenfalls eine Wirksamkeit gegen Zecken. Sie ziehen in die Haut ein und vergiften so die blutsaugenden erwachsenen Flöhe. In den ersten zwei Stunden nach dem Auftragen sollten Sie Ihr Tier im Nackenbereich nicht streicheln, damit das Medikament in Ruhe in die Haut gelangen kann, danach ist das Schmusen wieder erlaubt. Alternativ gibt es auch Tabletten und Halsbänder zur Flohbehandlung. Besitzen Sie verschiedene Tiere (Hund, Katze, Kaninchen…), fragen Sie uns, ob Sie das gleiche Präparat bei allen anwenden dürfen. Für einige Tiere sind manche Präparate nicht verträglich.
Neben der Flohbekämpfung auf Hund und Katze muss auch eine Behandlung der Entwicklungsstadien in der Umgebung erfolgen. In leichteren Fällen reicht das heiße Waschen von Liegedecken und das gründlich Saugen der Teppiche und Parkett/Laminat aller Räume, da die Entwicklungsstadien der Flöhe hier in den Ritzen leben.

Die Prophylaxe
Bei Tieren mit Freilauf ist es praktisch nicht zu verhindern, dass sie mit Flöhen in Kontakt kommen. Nahezu alle Wildtiere haben Flöhe. Hat man das aktuelle Flohproblem beseitigt, sind vorbeugende Behandlungen anzuraten. Wegen des ständigen Risikos eines Neubefalls sollten sie in regelmäßigen Abständen ohne Unterbrechung durchgeführt werden.
Achtung: Flöhe halten keinen Winterschlaf, sondern kommen das ganze Jahr über vor. Im Winter entwickeln sie sich in unseren beheizten Wohnungen genauso, wie im Sommer. Deshalb müssen sie auch das gesamte Jahr über bekämpft werden.
Eine regelmäßige Flohprophylaxe kann Ihnen also eine Menge Arbeit ersparen und stellt für Ihr Tier eine wichtige gesundheitliche Vorsorgemaßnahme dar.

Ihr Praxisteam der Tierarztpraxis Pavenstädt & Bockholt

Liebe Patientenbesitzer,
wieder neigt sich ein Jahr dem Ende zu. Wir möchten diesen Augenblick nutzen, um uns für das entgegengebrachte Vertrauen zu bedanken und freuen uns auf weitere gute Zusammenarbeit.
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein besinnliches Weihnachtsfest und ruhige und gemütliche Stunden im Kreise Ihrer Liebsten.

Weihnachtliche Grüße,
Ihr Praxisteam
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